Gestern wurde in Paris der Bericht des Weltlandwirtschaftsrates (IAASTD) vorgestellt Paris. Gefordert wird auch ein Überdenken der bisherigen Entwicklung, dazu Spiegel Online:
Die industrielle Landwirtschaft mit Monokultur und intensivem Einsatz von Kapital oder Pestiziden sei an Grenzen gestoßen, die Zeit zum Handeln sei knapp.
Was heißt das nun ganz konkret für Landwirtschaft und Ernährungssituation? Einer der es zu wissen glaubt:
Was diese dogmatisch verbohrten „Experten“ empfehlen, sollte man fast als Beihilfe zum Mord anklagen.
Harter Tobak. Der Autor R.A. zielt damit auf die angebliche Empfehlung, die moderne Landwirtschaft in den Zustand, des Wanderfeldbaus zurückzuversetzen. Daraus lassen sich nun mehrere Erkenntnisse ableiten:
R.A hat den Bericht nicht gelesen, zieht sich auf sein eigenes, im Artikel: Was ist Schuld am Hunger, eindrucksvoll dokumentiertes, Wissen zurück. Dieses Wissen wird unterfüttert mit dem Verweis auf einen weiteren Blogautoren, nur der hat den Bericht ebenfalls nicht gelesen und befindet sich, wie R.A., im glückseligen Zustand der absoluten Merkbefreiung.
R.A hat einfach nur Angst, Liberal Angst, angesichts der Brotaufstände rund um den Globus. Das ist ja durchaus verständlich, mir ist auch mulmig bei den Bildern aus Haiti, aber Angst gepaart mit der Ignoranz eines irrationalen Sendungsbewusstseins ist explosive Mischung, besonders wenn sie sogenannte Eliten in Weltleitkulturen erfasst. Was dieser selbsternannte, dogmatisch verbohrte „Experte“ in Artikel und Kommentaren empfiehlt, sollte man fast als Beihilfe zum Mord anklagen.
Ich habe den Bericht auch noch nicht gelesen – wie auch? – habe aber wenigstens die beiden ersten Zusammenfassungen einigermaßen durch.
Augen auf, Lesen: Report of the International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development (IAASTD) und dann diskutieren.